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ABSCHRIFT "Zeitung für die Landeshauptstadt- Schwerin"

HOCHWASSERSCHUTZ

Vor dem Dammbau fallen Erlen
vom 6. November 2015 aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt/p>


Die ersten drei von zwanzig Kilometern Damm an Stör und Elde werden vom kommenden Frühjahr an saniert


Die Erlen am Wandrand nahe der Gaartzer Brücke müssen weichen:
Der Damm wird nach der Sanierung an dieser Stelle deutlich breiter sein.
Foto: Werner Mett

Damit es im nächsten Frühjahr mit der Sanierung der Dämme am Störkanal richtig losgehen kann, setzen Fachleute aus Cremlingen bei Braunschweig jetzt die Motorsäge an: Auf einem etwa zwei Kilometer langen Abschnitt an der Gaartzer Brücke bei Jamel nehmen Männer vom Baumservice Grüttner Erlen und Strauchwerk ab. "Wir müssen auf der rechten Seite neben dem Damm für Baufreiheit sorgen", sagt Heiko Paetow vom Wasser- und Schifffahrtsamt, der die Bauaufsicht hat. Der Stördamm wird an dieser Stelle verbreitert.

Bei diesen Arbeiten bleibt nichts dem Zufall überlassen: Bevor Dennis Grüttner und seine Leute loslegen durften, wurde überprüft, ob Tiere ein Winterquartier bezogen hatten. Konkret gesucht wurde nach Höhlenbäumen mit Fledermauswohnungen. Da nichts gefunden wurde, konnten zu Beginn der Woche die ersten Erlen am Saum einer Schonung abgenommen werden. "Die Stämme werden zurecht geschnitten und verwertet, Astwerk und Totholz bleiben im Wald", erläutert Dennis Grüttner. Seine Firma muss aus einem Teil des Totholzes sogar eine Rückzugsraum für Kleinstlebewesen anlegen. Festgelegt ist auch, welcher Baum, welcher Strauch entfernt wird, welche Hecke stehen bleibt. Und dass die Baumfällarbeiten jetzt ausgeführt werden, ist natürlich auch klar: Pflanzen- und Tierwelt sind bereits in Winterruhe. "Und das gesamte Projekt wird von einem Schweriner Fachbüro ökologisch begleitet", betont Paetow. Auch der Verein Lewitznetzwerk und die Umweltbehörden sind einbezogen.

Das Gesamtprojekt umfasst die Sanierung von Dämmen links und rechts Stör und Elde in den nächsten zehn Jahren - zusammengerechnet auf einer Länge von 20 Kilometern. Etwa 20 Millionen Euro steckt der Bund in den Erhalt seiner Wasserstraße. Damit wird die Standsicherheit der Dämme wieder hergestellt und die Region zwischen Banzkow und Neustadt-Glewe vor Hochwasser geschützt.

Die ersten drei Damm-Kilometer an der Stör werden zwischen Frühjahr 2016 und Frühsommer 2017 saniert. Dazu dienen die jetzt laufenden Arbeiten an der Gaartzer Brücke. Aber auch an der Hohen Brücke bei Friedrichsmoor, also ein Stück störabwärts, wird es in diesem Monat Fällarbeiten geben. Denn neben der Kreisstraße entsteht eine Verladestation, damit Baumaterialien auf dem Wasser transportiert werden können. Der Abschnitt mit den Lewitz-Eichen an beiden Ufern der Stör ist nicht betroffen. Für den Erhalt der Bäume hatten sich der Verein Lewitznetzwerk und Umweltschützer eingesetzt. Und auch vom Wasser- und Schifffahrtsamt mit Sitz in Lauenburg heißt es jetzt: Der Alleencharakter soll erhalten bleiben. Am Projekt für diesen Kanalabschnitt wird gearbeitet, einen Termin für die Umsetzung gibt es noch nicht.

von Werner Mett erstellt am 06.Nov.2015 | 12:00 Uhr

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